2022

Nachruf

Wolfgang Mann
1933 – 2022

Am 17.06.2022 verstarb unser Klubältester Wolfgang Mann im Alter von 89 Jahren in Chemnitz. Der in Freital Geborene entdeckte seine Liebe zu den Bergen und besonders das Klettern im sächsisch–böhmischen Elbsandstein zusammen mit seinem Bruder Karl Friedrich zu Pfingsten 1950. 
Sein erster Gipfel, der Türkenkopf, wurde über die Südwand bestiegen.

 

Auf Grund seiner Bekanntschaft zu Walter Hünig und Arthur Hoyer wurde er im April 1953 in den Klub „Daxensteiner 05“ aufgenommen und war nach Willy Baudisch am längsten Klubmitglied.

 

Wolfgang berichtete uns immer wieder von erlebnisreichen Bergfahrten wie zum Beispiel 1954 per Fahrrad in den Wilden Kaiser, wo er mit seinem Bruder an „Totenkirchel“ (W-Wand) und „Fleischbank“ (O-Wand) kletterte. 1974 schloss er sich einer Gruppe sächsischer Bergsteiger an, die ins Alpinistenlager „Schchelda“ in den Kaukasus fuhren. Anfang der 90er Jahre durchstieg er die Watzmann Ostwand solo und zu seinem 60. Geburtstag kletterte er über den Hörnligrat aufs Matterhorn.

 

Seine Tätigkeit als Sport- und Sprachlehrer waren Ihm auch von Vorteil beim Turniertanz, bei dem er mit Gattin Ingrid die Sonderklasse erreichte. Des Weiteren spielte er auch als aktiver Volleyballer in der Bezirksliga.

 

Wolfgang Mann war organisiert von

                                    1951 – 1957 BSG Stahl Freital

                                    1960 – 1990 BSG Lok Karl Marx Stadt

                                    ab Juni 1990 DAV Sektion Chemnitz

wo er einen wesentlichen redaktionellen Anteil bei der Herausgabe des Infoblattes

„Mitteilungen“ der DAV Sektion Chemnitz hatte. Im Jahr 1999 war Wolfgang ein Preisträger des 1. Chemnitzer Seniorenschreibwettbewerbs und auch bei uns sorgte Wolfgang mit seinen Rezitationen und Vorträgen für Unterhaltung.

Im Klub kümmerte er sich um unsere Chronik, Jahrestage und Statistiken.


Am Ende eines erfüllten Bergsteigerlebens bleibt uns die Erinnerung an einen kameradschaftlichen und stets zuverlässigen Berg- und Klubkameraden.


Danke Wolfgang
Deine Daxensteiner

24. Juni 2022

Feierabendklettern

 

„… auf die Mittagpause verzichtet, 16:00 Uhr Treff an der Gleisschleife in Prohlis, Umstieg in 1 Auto und los geht’s zum Feierabendklettern. Die Tage sind herrlich lang und die Abende angenehm abgekühlt. Diesmal ist die Bahratalwand unser Ziel - Pfeilergrat, Pfeileraufschwung, Westkante u.s.w. Nach 5 Wegen wird es dunkel, wir genießen am Wandfuß unser Feierabendbier und kehren glücklich von unserem „Kurzurlaub“ zurück in die Stadt 

 

Liebe Grüße Volle 

30. April 2022

50 Jahre Klettern

Das 2 Geschwister von ihren Eltern die Liebe zum Klettern weitergegeben bekommen, ist etwas ganz Normales. Auch dass beide am gleichen Tag zum ersten Mal auf einen Felsen klettern dürfen, ist nicht ungewöhnlich. Wenn aber die Geschwister nach 50 Jahren beide noch klettern gehen und ihr Kletterjubiläum mit einer Besteigung ihres gemeinsamen ersten Kletterweges feiern können, dann ist das schon nicht mehr selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns, dass wir ein solches Jubiläum begehen dürfen und treffen uns mit Freunden am Samstag früh an der Neumannmühle. Unser Ziel, der Backofen, ist von Kirnitzschtal aus normalerweise in gut einer Stunde zu erreichen, aber normal war gestern. Anders als vor 50 Jahren ist diesmal weniger der Aufstieg auf den Gipfel die Herausforderung als vielmehr der Weg zum Gipfel. Mit dem Verlassen des Reitsteiges verlassen wir auch den Bereich, in dem bisher freigeschnitten werden konnte. Ab jetzt balancieren wir über oder kriechen unter Bäumen hindurch, erreichen den Backofen zwar mit ordentlich Verspätung, aber wir erreichen ihn. Wir teilen uns auf verschiedene Kletterwege auf, für meine Schwester und mich ist der Alte Weg natürlich gesetzt - kein sehr lohnenswerter Weg, aber Jubiläum ist Jubiläum. Den Gipfel hatte unser Vater wahrscheinlich mit Weitblick auf ein mögliches Jubiläum ausgesucht, denn das Gipfelplateau eignet sich entweder zum Fußballspielen oder eben für eine kleine Feier. Bald trudeln aus verschiedenen Aufstiegen die Seilschaften auf dem Gipfel ein, das Jubiläumsfässchen kann geöffnet werden und wir stoßen an. Kritisch halte ich inne und überlege auf welchen Gipfel ich meinen Sohn zum ersten Mal mitgenommen habe - hatte ich den gleichen Weitblick wie unser Vater? Wenn ja, dann war es Zufall ....


Berg Heil Volle

20. Februar 2022

Lutzl s Glühweinwanderung

Dieses Jahr scheuchte :-) uns unser lieber Lutz zwischen Waitzdorf, Hohenstein & Brandbaude auf teilweise weniger bekannten Pfaden, steilen Treppen und tiefen Grotten umher.

19. März 2022

Arbeitseinatz auf der Hütte

... sägen, (zer-)hacken, graben, putzen ...

06. März 2022

erstes Anklettern ...

... in den Nikolsdorfer Wänden.

Bei 0 Grad Lufttemperatur und leichtem Schneefall trafen wir uns auf dem Parkplatz am alten Bad von Leupoldishain.
Um nicht gleich wie ein gefühlter Eisklotz am Fels zu hängen, brachen wir zum warmlaufen Richtung Frosch auf. Der Schnee auf den Felsbändern war eine kleine Überraschung, was uns aber nicht abschreckte. Natürlich waren wir bestens Ausgerüstet, so dass Fichtenzweige als Besenersatz herhalten mussten - und gegen die Kälte konnten mehr als 6 Schichten und Fahrradhandschuhe recht dienlich sein.
Nach dem Frosch und warmen Tee ging es weiter, vorbei an Nikolsdorfer Nadel und Nikolsdorfer Turm, zum Pfingstkegel.
Ziel war die Pfingstnadel. Jedoch war die Reibungswand überfroren. Daher ging es auf den nicht weniger überfrorenen und verschneiten Pfingstkegel.
Gesagt getan und nach einer Stärkung ging es auf den Rückweg. 
Der ging aber nicht auf direkten Wege zurück, sondern sollte noch eine kleine Überraschung in sich haben.
Also ging es Bergrunter und wieder hoch, vorbei an sonderbaren Felsformationen, Wunder der Statik und tiefen Felsspalten, Richtung Teichwächter. Um diesen noch geschlichen und Wege für andere vorhaben beäugt . Danach ging es auf kurzem Wege zurück zum Auto.

Berg Heil Lutz und Thommy

22.-23.01.2022

Biathlon-Wettkampf 

mit der Berglust und den Somsdorfer Radfahrern


Lange mussten wir darauf warten, dass mal wieder alles zusammenpasst - beim Biathlon-Wochenende. Vor 4 Jahren hatte Jens die Idee mal einen Gäste-Biathlon in Zinnwald auszuprobieren. Nach dem Wettkampf war sofort klar, das soll es jetzt jedes Jahr geben. Da hatten wir die Rechnung aber ohne Petrus gemacht. In den beiden Folgejahren geizte er so sehr mit seinem Schnee, dass wir den Wettkampf als Cross-Country-Wettbewerb mit den Rädern quer durch die Wälder an einem Laser-Schießstand austragen mussten und im letzten Jahr war Corona unser Gegner - aber diesmal passte alles wieder zusammen …
 
Jens hatte Übernachtungen in der Zinnwalder Jugendherberge reserviert und die ersten reisten Freitag abend an. Der Rest trudelte Samstag früh ein und 10:30 Uhr war Treff im Biathloncamp der Familie Beer. Mit uns Daxensteinern standen ein Berglust-Team und 2 Teams des Somsdorfer Radclubs am Start.
Es hatte frisch geschneit, so dass die Laufstrecke zwischen den Schießeinheiten diesmal als 600m lange Loipe durch den Wald verlief. Gelaufen wurden 3 Runden und dazwischen zweimal liegend geschossen. Obwohl die Tickets für Olympia in Peking bereits vergeben waren, ging es vom Start weg richtig zur Sache. Jens, unser Startläufer, hatte in Rainer von der Berglust einen ganz starken Läufer gegenüber, der sich beim Schießen allerdings ein paar Strafrunden zu viel eingehandelt hatte. So konnte Jens bereits ein Zeitpolster herauslaufen, das Karsten, Hannes und Volle auf ihren Runden gut verteidigten, so dass unsere Daxensteiner-Staffel in diesem Jahr den Sieg einfahren konnte.  
Nach dem Wettkampf blieben wir in der Loipe, drehten noch eine Runde in der Loipe am Pöpelknochen, um uns  anschließend in der Beerenhütte zur Siegerehrung wieder zu treffen. Am Abend wurde in der Jugendherberge gefeiert und auf einer provisorisch aus 2 Tischen zusammengeschobenen Tischtennisplatte spannende Einzelmatches und Massen-Chinesisch mit zu wenig Kellen ausgespielt, so dass es nicht nur spannend war, den Ball sauber übers Netz zu bringen, sondern im richtigen Moment überhaupt erst einmal einen Schläger in der Hand zu halten.
Am Sonntag nutzten wir den Schnee und drehten eine Runde über den Kamm in Richtung Mückentürmchen, um dann in den Silbergraben und zur Kohlhaukuppe abzubiegen.
 
Danke an unseren Jens fürs Organisieren und Daumen drücken, dass die Verhältnisse im nächsten Jahr wieder passen.

Berg Heil Volle

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